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Héctor Babenco

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Geburt:
07.02.1946
Tot:
13.07.2016
Zusätzliche namen:
Héctor Babenco
Kategorien:
Drehbuchautor, Filmproduzent, Filmregisseur, Schauspieler
Nationalitäten:
 jude
Friedhof:
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Héctor Eduardo Babenco (* 7. Februar 1946 in Mar del Plata, Argentinien; † 13. Juli 2016 in São Paulo, Brasilien) war ein argentinisch-brasilianischer Filmregisseur.

Héctor Babenco wurde als Sohn jüdischer Emigranten ukrainischer und polnischer Herkunft in Buenos Aires geboren. Mit 18 Jahren begann er sich für Beat-Autoren und existentielle Philosophie zu interessieren. Sieben Jahre tingelte er durch Afrika, Europa und Nordamerika und arbeitete u. a. als Komparse in spanischen und italienischen Spaghettiwestern.

Schließlich kam er 1969 nach Brasilien, wo er sich für das neue brasilianische Kino („cinema novo“) faszinierte und entschied, Filmemacher zu werden. Brasilien geriet in den 1960er Jahren unter Militärdiktatur. Durch die scharfe Zensur der Junta exilierten viele der brasilianischen Regisseure. Babenco dagegen blieb im Land und erlernte das Filmhandwerk beim Drehen von Dokumentar- und Kurzfilmen sowie von Werbespots. 1975 drehte er mit King of Night seinen ersten Kinofilm. 1978 sah er sich Todesdrohungen und heftigen Widersprüchen zu seiner Verfilmung des Dramas Lucio Flavio ausgesetzt. Trotz der Kontroversen erzielte der Film das viertbeste Einspielergebnis der brasilianischen Filmindustrie aller Zeiten und verhalf dem „brasileiro portugués“ als Sprache des „cinema novo“ zu einer Renaissance.

International bekannt wurde Babenco 1981 durch den Film Asphalt-Haie mit Fernando Ramos Da Silva und Marília Pêra, in dem er das triste und ausweglose Leben brasilianischer Straßenkinder zeigte. Der Film ist de facto eher eine Dokumentation als ein Spielfilm, da seine Protagonisten echte heimatlose Kinder sind. Hauptdarsteller Fernando Ramos Da Silva wurde 1987 im Alter von 19 Jahren von der Polizei in São Paulo erschossen.

Asphalt-Haie war für Babenco die Eintrittskarte nach Hollywood. Gleich sein erster Film dort, Kuß der Spinnenfrau (1985), war ein voller Erfolg. Hauptdarsteller William Hurt gewann den Oscar und Babenco wurde für die beste Regie nominiert. Wenngleich er weiterhin Filme in den USA drehte, so musste er doch vermehrt Erfahrung mit der anmaßenden Überheblichkeit mancher Produzenten in Hollywood machen. Sein Wunsch nach künstlerischer Freiheit führte ihn schließlich nach Brasilien zurück, wo er 2003 Carandiru drehte.

Babenco war zuletzt mit der brasilianischen Schauspielerin Barbara Paz verheiratet.

Filmographie

Regisseur
  • 1973: O Fabuloso Fittipaldi
  • 1975: O Rei da Noite
  • 1997: Lúcio Flávio, o Passageiro da Agonia
  • 1980: Asphalt-Haie (Pixote, a lei do mais fraco)
  • 1984: A Terra é Redonda Como uma Laranja
  • 1985: Kuß der Spinnenfrau (Beijo da al mulher aranha)
  • 1987: Wolfsmilch (Ironweed)
  • 1991: Ein Pfeil in den Himmel (At play in the fields of the Lord)
  • 1996: Corazón iluminado
  • 2003: Carandiru
  • 2006: "Carandiru, Outras Histórias" (2 Folgen)
  • 2007: El Pasado
Produzent
  • 1987: Bésame mucho
Darsteller
  • 1999: The Venice Project – Regie: Robert Dornhelm
  • 2000: Before Night Falls – Regie: Julian Schnabel

 

Ursache: wikipedia.org

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