de

Józef Światło

Persan haben keine Bilder. Fügen Sie neue Bilder.
Geburt:
01.01.1915
Tot:
02.09.1994
Zusätzliche namen:
Józef Światło, Izaak Fleischfarb
Kategorien:
, Offizier, Opfer der Repression (Völkermord) des sowjetischen Regimes, Polizist, Scout, spy, Staats-und KP-Chef
Nationalitäten:
 pole, jude
Friedhof:
Geben Sie den Friedhof

Józef Światło (* 1915 in Medyn bei Sbarasch, Österreich-Ungarn als Isaak Fleischfarb; † 2. September 1994 in den USA) war ein polnischer Geheimdienstoffizier des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit (MBP), zuletzt im Rang eines Oberst, und Überläufer.

Zeit von 1933 bis 1945

1933 trat er in die Kommunistische Partei Polens (KPP) ein. Aufgrund seiner politischen Tätigkeiten gegen die Militärregierung von Ignacy Mościcki und Marschall Józef Piłsudski wurde er in den 1930er-Jahren mehrfach verhaftet. 1938 wurde er zum Militärdienst eingezogen, und geriet kurz nach dem Überfall auf Polen durch die deutsche Wehrmacht in Kriegsgefangenschaft. Aus dieser konnte er kurze Zeit später entkommen und flüchtete in das sowjetisch besetzte Ostpolen. Hier wurde er später auch Angehöriger der Polnischen Streitkräfte in der Sowjetunion unter General Władysław Anders und Politoffizier in der Tadeusz-Kościuszko-Division.

Nach 1945

Bereits 1945, noch während des Krieges, wurde er vom US-amerikanischen militärischen Nachrichtendienst Office of Strategic Services für eine Agententätigkeit angeworben. Folgerichtig wechselte er nach Kriegsende in den Geheimdienst des Polnischen Komitees der Nationalen Befreiung.

1949 wurde er Leiter der „Abteilung X“ (Parteiaufklärung) des polnischen Geheimdienstes.

Agenturale Tätigkeit für den britischen MI6 und den Vorläufer der US-amerikanischen CIA

Światło wurde 1948 durch den britischen MI6 angeworben und später operationell an den Vorläufer der US-amerikanischen CIA (OSS, geleitet durch Allan Dulles) übergeben. Światło hat aktiv an der Operation Splinter Factor teilgenommen. Im Rahmen dieser Operation wurde Noel Field in Augen der kommunistischen Dienste kompromittiert und ein erhebliches Durcheinander in Ungarn, in der Tschechoslowakei und in Polen (Rajk-Prozess in Ungarn, Slansky-Prozess in der Tschechoslowakei, Gomulka-Prozess in Polen) verursacht. Józef Światło meldete seinen westlichen Auftraggebern das Auftauchen von Field in Polen und streute irreführende Informationen über angebliche agenturale Tätigkeit von Field für den Westen. Nach dem Tod von Stalin wurde die Operation Splinter Factor beendet und Światło entschied sich zur Flucht in den Westen.

Überlauf in Berlin

Im November 1953 befahlen ihm der Vorsitzende des polnischen Staatsrates Bolesław Bierut und der zuständige Minister für den Nachrichtendienst Jakub Berman (Mitglied des PZPR-Politbüros), zusammen mit dem Abteilungsleiter Anatol Fejgin nach Ost-Berlin zu fahren, um dort mit dem späteren Stasi-Chef Erich Mielke über Hilfe bei Beseitigung von Wanda Brońska zu sprechen. Am Tag nach der Unterhaltung mit Mielke, dem 5. Dezember 1953, setzte sich Światło nach West-Berlin ab und ging zur US-amerikanischen Militärbasis. Einen Tag später brachten ihn amerikanische Soldaten zur Rhein-Main Air Base nahe Frankfurt am Main. Am 23. Dezember flog ihn eine Sondermaschine nach Washington, D.C. zur weiteren Befragung durch die CIA.

Tätigkeit in den Vereinigten Staaten

Es folgten Aussagen vor dem US-Senatskomitee. Am 28. September 1954 startete er für den polnischen Sektor von Radio Free Europe die Sendereihe „Hinter den Kulissen von Staatssicherheit und Partei“, welche er selbst moderierte. Diese Sendereihe erfuhr in Polen erhebliche Beachtung. Mit dieser Sendereihe und dem Bekanntwerden seiner Flucht verschärft er die angespannte innenpolitische Situation in Polen weiter, was Ende 1954 zur Auflösung des Geheimdienstes MBP und drastischen Reduzierung der Sicherheitskräfte führte. Diese und die nachfolgenden Ereignisse wurden auch als Polnischer Oktober beziehungsweise Tauwetter Gomułka bekannt.

Józef Światło lebte nach seiner Flucht aus Polen in den Vereinigten Staaten.

 

Ursache: wikipedia.org

Keine Orte

    loading...

        NameBeziehungGeburtTotBeschreibung
        1Bolesław BierutBolesław BierutArbeitskollege18.04.189212.03.1956
        2Jakub BermanJakub BermanGleichgesinnte23.12.190110.04.1984
        3Władysław GomułkaWładysław GomułkaGegner06.02.190501.09.1982
        Schlagwörter