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Ludwig Bohnstedt

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Geburt:
27.10.1822
Tot:
03.01.1885
Zusätzliche namen:
Ludvigs Bonštets, Ludwig Bohnstedt
Kategorien:
Architekt, Professor
Nationalitäten:
 deutsche
Friedhof:
Hauptfriedhof Gotha

Franz Ludwig Carl Bohnstedt (* 27. Oktober 1822 in Sankt Petersburg; † 3. Januar 1885 in Gotha) war ein deutscher Architekt. Im ersten Architekturwettbewerb für das Reichstagsgebäude im Jahr 1872 wurde sein Entwurf mit dem ersten Preis ausgezeichnet, jedoch nicht ausgeführt. Darüber hinaus entwarf Bohnstedt zahlreiche Bauten in Thüringen.

Leben

Als Sohn deutscher Einwanderer wurde Bohnstedt in Sankt Petersburg geboren. 1839 begann er an der Universität Berlin ein Studium der Philosophie, jedoch wechselte er bald zur Architektur. Nach dem Studium kehrte er 1843 nach Sankt Petersburg zurück, wo er als Architekt tätig war.

Am 12. Dezember 1850 heiratete er in Sankt Petersburg Olga, geb. van der Vliet (1833–1906), mit der er fünf überlebende Kinder hatte: den Manufakturdirektor in St. Petersburg Ernst Bohnstedt (1851–1908), den Architekten Alfred Bohnstedt (1854–1906), die Malerin Ida Bohnstedt (* 17. März 1858 in Sankt Petersburg, † 16. September 1916 in Gotha) und die ebenfalls unverheirateten Töchter Olga (1856–1937) und Ella (1865–1945).

1863 übersiedelte er mit seiner Familie in die Residenzstadt Gotha des Herzogtums Sachsen-Coburg-Gotha, wo er als Stadtbaumeister wirkte und viele repräsentative Gebäude und die Bahnhofstraße samt Bebauung, aber auch Villen für private Bauherren entwarf.

Bohnstedt fand seine letzte Ruhestätte auf dem Gothaer Friedhof IV. Bei dessen Beräumung im Jahre 1951 wurde der Grabstein Bohnstedts gesichert, der heute (allerdings ohne den ihn einst krönenden Aufsatz) im Ehrenhain auf dem Hauptfriedhof steht. An der Rückseite des Grabsteins lehnt eine Gedenktafel für die Tochter Ida.

Die Stadt Gotha benannte eine Straße im Westen der Stadt zu Ehren des Architekten in „Bohnstedtstraße“.

Werk

Zu den von Bohnstedt entworfenen Bauten gehören:

  • 1860–1863: Stadttheater in Riga
  • enthüllt am 9. Juli 1867: Paul-Emil-Jacobs-Denkmal in Gotha
  • 1868: Eisenach – Bauten im Südviertel, z.B. Reutervilla
  • um 1870 und erneut 1878 umfangreiche Um- und Anbauten an der Villa Koenig (heutige Villa Hammerschmidt)in Bonn
  • 1870/1871: Landes-Kriegerdenkmal in Gotha, zugleich Regimentsdenkmal des 6. Thüringischen Infanterie-Regiments Nr. 95, gegenüber dem Theater (1874)
  • 1870 (1878?): Villa Gelbke, Gartenstraße 19 (Fassade 1966 für die Verbreiterung der Gartenstraße zerstört)
  • 1872–1874: Gothaer Feuerversicherungsbank
  • 1872–1877: Deutsche Grundkreditbank in Gotha
  • 1873–1877: Gothaer Privatbank
  • 1874: Villa Kneiff, Nordhausen, siehe Park Hohenrode
  • 1876–1883: Finnische Nationalbank in Helsinki
  • 1880: Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/1871, in den Anlagen an der Sedanstraße in Nordhausen

Mitarbeiter

  • Heinrich Carl Scheel

Ursache: wikipedia.org

Titel Von Zu Bilder Sprachen
Latvijas nacionālā opera un baletsLatvijas nacionālā opera un baletslv
Suomen PankkiSuomen Pankkide, en, fr, ru, ua

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