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Zbigniew Pietrzykowski

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Geburt:
04.10.1934
Tot:
19.05.2014
Zusätzliche namen:
Zbigniew Pietrzykowski, Збигнев Петшиковский
Kategorien:
Athleten, Boxer, Deputat, Trainer
Nationalitäten:
 pole
Friedhof:
Bielsko-Biała, Parish Cemetery Opatrzności Bożej (pl)

Zbigniew Pietrzykowski (* 4. Oktober 1934 in Bestwinka bei Bielsko-Biała) ist ein ehemaliger polnischer Boxer. Er gewann eine olympische Silber- und zwei olympische Bronzemedaillen und war vierfacher Europameister der Amateure in drei Gewichtsklassen.

Zbigniew Pietrzykowski, Spitzname "Piskorz", stammt aus einer Lehrerfamilie und kam durch seinen älteren Bruder im Jahre 1950 zum Boxen. Während seiner ganzen Karriere von 1950 bis 1968 gehörte er dem Sportclub BBTS Bielsko-Biała an. Lediglich während seiner Militärzeit boxte er 1955 und 1956 für Legia Warschau. Sein erster Trainer war Ernest Rademacher. Im Laufe seiner Karriere wurde er aber auch von J. Kolonko, Antoni Zygmunt, Pawel Szydlo und in der Nationalmannschaft von Feliks Stamm trainiert.

Zbigniew Pietrzykowski, der ein Technikum in Szcpienice besuchte, wurde bereits 1952 in die polnische Nationalmannschaft der Amateurboxer aufgenommen und startete 1953 erstmals bei einer internationalen Meisterschaft der Senioren, der Europameisterschaft in Warschau. Er bezwang dort im Halbmittelgewicht Ivica Pavlic aus Jugoslawien und Neascu Serbu aus Rumänien, ehe er im Halbfinale von dem späteren Europameister Bruce Wells aus England nach Punkten geschlagen wurde. Er gewann damit eine Bronzemedaille.

1954 wurde Zbigniew Pietrzykowski durch einen Sieg im Finale über Leszek Leiss erstmals polnischer Meister bei den Senioren im Halbmittelgewicht. Im Laufe seiner langen Karriere gewann er diesen Titel in dieser Gewichtsklasse auch noch 1955 und 1956. 1957 wurde er polnischer Meister im Mittelgewicht und 1959, 1960, 1961, 1962, 1963, 1964 und 1965 im Halbschwergewicht. Zudem wurde er mit BBTS Bielsko-Biała und mit Legia Warschau auch noch dreimal polnischer Mannschaftsmeister. Mit elf Einzeltiteln war er bis zum Jahre 2005 polnischer Rekordhalter.

Im Jahre 1955 startete Zbigniew Pietrzykowski, der ein physisch enorm starker Boxer mit einer hervorragenden Technik und zudem Rechtsausleger war, zum zweitenmal bei einer Europameisterschaft. In Berlin (West) bezwang er dabei im Halbmittelgewicht Hans Rienhardt aus der Bundesrepublik Deutschland, Bernard Foster aus England, Marcel Pigou aus Frankreich und im Finale Karlos Dschanerjan aus der UdSSR jeweils klar nach Punkten und gewann damit seinen ersten Europameistertitel.

In einem Vorbereitungsturnier für die Olympischen Spiele 1956 in Melbourne gelang Zbigniew Pietrzykowsi in Warschau ein Sieg über den ungarischen Olympiasieger Laszlo Papp. Bei den Olympischen Spielen selbst siegte er im Halbmittelgewicht zunächst über Richard Karpow aus der UdSSR und Boris Nikolow aus Bulgarien klar nach Punkten und traf im Halbfinale erneut auf Laszlo Papp. Laszlo Papp, der fast einen Kopf kleiner war als Zbigniew Pietrzykowski, beherrschte in diesem Kampf seinen polnischen Gegner eindeutig und gewann klar nach Punkten. Zbigniew Pietrzykowski gewann damit die olympische Bronzemedaille.

Im Jahre 1957 startete Zbigniew Pietrzykowski bei der Europameisterschaft in Prag erstmals im Mittelgewicht. Er zwang dabei im Viertelfinale Rudolf Kuchta aus der Tschechoslowakei schon in der 1. Runde zur Aufgabe, besiegte im Halbfinale Paul Nickel aus Schwerin klar nach Punkten und kam im Finale zu einem umstrittenen Punktsieg (3:2 Punktrichterstimmen) über den über sich hinaus wachsenden Jugoslawen Dragoslav Jakovljević.

Bei der Europameisterschaft 1959 in Luzern startete Zbigniew Pietrzykowski erneut in einer höheren Gewichtsklasse, dem Halbschwergewicht. Er kam aber auch in dieser Gewichtsklasse problemlos zurecht und besiegte in Luzern Peter Stankow aus Bulgarien nach Punkten, Gilles van der Velden aus den Niederlanden durch KO in der 1. Runde, Lew Senkin aus der Sowjetunion nach Punkten und im Finale Gheorghe Negrea aus Rumänien durch techn. KO in der 2. Runde und gewann damit schon seinen dritten Europameistertitel.

Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom hoffte Zbigniew Pietrzykowski auf den Olympiasieg. Seine vorherigen Erfolge machten ihn auch zu einem der Mitfavoriten. Dieser Favoritenstellung kam er in Rom auch nach, denn er schlug dort Carl Crawford aus Guyana, Emil Willer aus Deutschland, Petar Spassow aus Bulgarien und Giulio Saraudi aus Italien nach Punkten und traf im Finale auf den neunzehnjährigen US-Amerikaner Cassius Clay. Cassius Clay war bis zu den Olympischen Spielen in Rom in Europa völlig unbekannt, doch hatten ihn seine Siege in Rom zu einem heißen Titelanwärter gemacht. Gegen Zbigniew Pietrzykowski, der dem US-Amerikaner körperlich überlegen war, hatte Cassius Clay in der ersten Runde enorme Schwierigkeiten, die vor allem aus der Tatsache herrührten, dass Pietrzykowski Rechtsausleger war. Im Laufe des Kampfes gewann Clay aber durch seine ausgefeilte Technik und vor allem durch seine Schnelligkeit die Oberhand und siegte einstimmig nach Punkten. Ein Urteil, das von allen Experten als richtig empfunden wurde. Zbigniew Pietrzykowski erhielt deshalb die olympische Silbermedaille.

Im Jahre 1961 fehlte Zbigniew Pietrzykowski verletzungsbedingt bei der Europameisterschaft. 1963 war er in Moskau aber wieder am Start. Er siegte dort über Kiril Pandow aus Bulgarien durch techn. KO in der 2. Runde, bezwang dann Frantisek Polacek aus der Tschechoslowakei nach Punkten und siegte im Endkampf über den aufstrebenden Litauer Danas Pozniakas (Dan Pozniak), der für die Sowjetunion startete, durch techn. KO in der 3. Runde. Das war sein vierter Europameistertitel.

1964 versuchte dann Zbigniew Pietrzykowski in Tokio zum dritten Mal, Olympiasieger zu werden. Er schaffte es aber wieder nicht, denn er unterlag im Halbfinale dem sowjetischen Sportler Alexei Kiseljew mit 1:4 Richterstimmen nach Punkten. Vorher hatte er gegen Ronald Holmes aus Jamaika und gegen Rafael Gargiulo aus Argentinien gewonnen. Es blieb somit für ihn wieder nur die olympische Bronzemedaille.

Zbigniew Pietrzykowski war im Zeitraum von 1955 bis 1964 sicherlich einer der besten Amateurboxer der Welt. Doch hatte er das Pech, dass er bei den Olympischen Spielen 1956 in Laszlo Papp und 1960 in Cassius Clay, dem späteren Muhammad Ali, auf zwei ganz außergewöhnlich gute Boxer traf, gegen die eine Niederlage ohne Zweifel keine Schande war. Die Niederlage gegen Alexei Kiseljew im Jahre 1964 kam dagegen überraschend, doch sollte nicht vergessen werden, dass Zbigniew Pietrzykowski 1964 schon 30 Jahre alt war und außerdem die sowjetischen Boxer immer zu den weltbesten zählten.

Im Laufe seiner Karriere bestritt Zbigniew Pietrzykowski auch noch über 40 Länderkämpfe. Dabei wurde er nur zweimal besiegt. Er gewann dabei alle Kämpfe, die er gegen deutsche Gegner aus Ost und West bestritt. Es waren dies Hans Geserick, Fritz Böttcher, Ulrich Krause, Willi Kopischke, Kurt Stroer, Bruno Wittkowski, Hans-Joachim Brauske, Jürgen Schlegel und Kurt Morwinsky.

Am 10. Februar 1968 bestritt Zbigniew Pietrzykowski seinen letzten Kampf. Er hatte insgesamt 350 Kämpfe bestritten, von denen er 334 gewann. Zweimal boxte er unentschieden und nur vierzehnmal verließ er den Ring als Verlierer.

Nach seiner aktiven Zeit war Zbigniew Pietrzykowski Trainer bei BBTS Bielsko-Biała, GKS Katowice und Wisla Kraków. Von 1993 bis 1997 war er Abgeordneter des polnischen Parlamentes (Sejm) für die Partei Lech Walesas, die BBWR. Er war außerdem viele Jahre lang Vizepräsident des polnischen Olympischen Komitees.

Länderkämpfe

  • 1953 in Helsinki, Finnland gegen Polen, Hm, Punktsieger über Pentti Kontula,
  • 1954 in Budapest, Ungarn gegen Polen, Hm, Punktniederlage gegen Laszlo Papp,
  • 1954 in Warschau, Polen gegen Belgien, Hm, Abbruch-Sieger 2. Rnde über van Houcke,
  • 1954 in Warschau, Polen gegen DDR, Hm, tech.-KO-Sieger 2. Runde über Hans Geserick,
  • 1954 in Sofia, Bulgarien gegen Polen, Hm, Punktsieger über Wassil Ksotow,
  • 1954 in Sofia, Polen gegen UdSSR, Hm, Punktsieger über Gleb Tolstikow,
  • 1954 in Sofia, Polen gegen Ungarn, Hm, Punktsieger über Istvan Raduly,
  • 1954 in Paris, Frankreich gegen Polen, Hm, tech.-KO-Sieger 2. Runde über Hippolyte Annex,
  • 1954 in Antwerpen, Belgien gegen Polen, Hm, Punktsieger über van de Velde,
  • 1954 in Kattowitz, Polen gegen Finnland, Hm, Punktsieger über Veijo Alho,
  • 1955 in Warschau, Polen gegen Jugoslawien, Mi, Punktsieger über Nikola Popovic,
  • 1955 in Prag, Tschechoslowakei gegen Polen, Mi, Punktsieger über Bedrich Koutny,
  • 1955 in Helsinki, Finnland gegen Polen, Hm, Punktsieger über Heikki Juntikka,
  • 1956 in Nowa Huta, Polen gegen Ungarn, Hm, Punktsieger über Laszlo Cziszar,
  • 1956 in Warschau, Polen gegen BRD, Hm, Punktsieger über Fritz Böttcher,
  • 1956 in Warschau, Polen gegen England, Hm, Punktsieger über Terry Collins,
  • 1957 in Warschau, Polen gegen Finnland, Punktsieger über Vihtori Matinaho,
  • 1957 in London, England gegen Polen, Mi, KO-Sieger 1. Runde über Sid Parkinson,
  • 1957 in Manchester, England gegen Polen, Mi, Punktsieger über Fred Elderfield,
  • 1958 in Bydgoszcz, Polen gegen Jugoslawien, Hs, Punktsieger über Nikola Popovic,
  • 1958 in Rostock, DDR gegen Polen, Hs, KO-Sieger 1. Runde über Ulrich Krause,
  • 1958 in Wrocław, Polen gegen Ungarn, Hs, tech.-KO-Sieger 1. Runde über Laszlo Czarbajski,
  • 1959 in Essen, BRD gegen Polen, Hs, Punktsieger über Willi Kopischke,
  • 1959 in Zagreb, Jugoslawien gegen Polen, Hs, Punktsieger über Ahmed Boganic,
  • 1959 in Ljubljana, Jugoslawien gegen Polen, Hs, Sieger über Wladimir Sutovic,
  • 1960 in Lodz, Polen gegen BRD,Hs, Punktsieger über Kurt Stroer,
  • 1960 in Gdansk, Polen gegen DDR, Hs, KO-Sieger 1. Runde über Rolf Danielczyk,
  • 1961 in Berlin (Ost), DDR gegen Polen, Hs, Punktsieger über Ulrich Krause,
  • 1961 in Lodz, Polen gegen Schottland, Hs, Punktsieger über Ian Crawford,
  • 1961 in Budapest, Ungarn gegen Polen, Hs, Punktsieger über Ernö Szenasi,
  • 1962 in Warschau, Polen gegen Bulgarien, Hs, Punktsieger über Boris Georgiew,
  • 1962 in Wrocław, Polen gegen DDR, Hs, Punktsieger über Bruno Wittkowski,
  • 1962 in Lodz, Polen gegen Ungarn, Hs, Aufgabe-Sieger 3. Runde über Jozsef Benigni,
  • 1963 in Bukarest, Rumänien gegen Polen, Hs, Disq.-Sieger 3. Runde über Ion Monea,
  • 1963 in Lodz, Polen gegen Rumänien, Hs, KO-Sieger 3. Runde über Stefan Cojan,
  • 1963 in Tokio, Japan gegen Polen, Hs, Punktsieger über Ingarasi,
  • 1963 in Takaoka, Japan gegen Polen, Hs, techn.-KO-Sieger 2. Runde über Tenma,
  • 1963 in Poznan, Polen gegen DDR, Hs, Punktsieger über Hans-Joachim Brauske,
  • 1963 in Schwerin, DDR gegen Polen, Hs, Punktsieger über Jürgen Schlegel,
  • 1963 in Wrocław, Polen gegen BRD, Hs, Punktsieger über Kurt Morwinsky,
  • 1963 in Lodz, Polen gegen UdSSR, Hs, Punktsieger über Dan Pozniak,
  • 1964 in London, England gegen Polen, Hs, Punktsieger über Ian Lawther,
  • 1964 in Westwood, England gegen Polen, Hs, Punktsieger über Ian Lawther,
  • 1965 in Lodz, Polen gegen England, Hs, tech.-KO-Sieger 3. Runde über Ion Lawther,
  • 1966 in Wrocław, Polen gegen Tschechoslowakei, Hs, Punktsieger über Frantisek Polacek

 

Ursache: wikipedia.org

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        25.08.1960 | W Rzymie rozpoczęły się XVII Letnie Igrzyska Olimpijskie

        XVII Letnie Igrzyska Olimpijskie (oficjalnie Igrzyska XVII Olimpiady) odbyły się w 1960 roku w Rzymie we Włoszech. Igrzyska Olimpijskie w Rzymie miały się odbyć już w 1908, jednak z powodu erupcji wulkanu zostały przeniesione do Londynu. Tym razem w walce o organizację igrzysk Rzym pokonał Lozannę, Detroit, Budapeszt, Brukselę, Meksyk i Tokio. Po raz pierwszy olimpijskie zmagania sportowców były szeroko transmitowane przez stacje telewizyjne, zarówno w Europie, jak i w Stanach Zjednoczonych. Z okazji igrzysk zbudowano Stadion Olimpijski (miejsce ceremonii otwarcia i zamknięcia imprezy oraz arena rywalizacji w konkurencjach lekkoatletycznych) oraz Pałac Sportów, natomiast wiele historycznych budowli zostało odrestaurowanych, stając się miejscem zmagań sportowców.

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