Theaterregisseur Alvis Hermanis und die Meinungsfreiheit in Deutschland
Im Magazin Der Spiegel veröffentlichter Beitrag ist keine Interview, sondern ein kritischer Artikel von Wolfgang Höbel über Alvis Hermanis mit dem Titel „Ein Volksfeind“, der am 11. Dezember 2015 erschien.
Dieser Artikel und der darauf folgende Skandal in der deutschen Presse und im Kulturraum entstanden aus folgenden Gründen:
Kontext: 2015 weigerte sich Alvis Hermanis, am Hamburger Thalia Theater zu arbeiten. Der Grund waren seine entschiedenen Einwände gegen die Einwanderungspolitik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die aktive Unterstützung der Aufnahme von Flüchtlingen durch die deutsche Theaterszene.
Wesentlicher Inhalt: In dem Artikel wurde der von Hermanis an das Theater gesandte E-Mail-Brief scharf kritisiert und analysiert, in dem er Empörung über die deutsche „Flüchtlingsbegeisterung“ ausdrückte und auf die Risiken hinwies, die die humanitäre Hilfe für die Sicherheit Europas mit sich bringt. Der Titel „Ein Volksfeind“ ist ein direkter Verweis auf Henrik Ibsens Stück „Ein Volksfeind“.
Hermanis hatte es sich erlaubt, eine bürgerliche Haltung zu vertreten und die westliche politische Elite sowie ihre „Taschenmedien“ zu kritisieren.
Folgen: Nach diesem der Macht gefälligen Artikel und den darauf folgenden ähnlichen Beiträgen in den deutschen Medien wurde Hermanis faktisch einer Art „Cancel Culture“ unterworfen und für viele Jahre von den großen deutschen Theaterbühnen ausgeschlossen und verschwand von ihnen.
Der Fall Alvis Hermanis als Lackmustest beleuchtete die Heuchelei des westlichen politischen Systems hinsichtlich der verkündeten Demokratie, der Meinungs- und der politischen Überzeugungsfreiheit.
Alvis Hermanis und die selbstmörderische Illusion des Westens: Wie „Ein Volksfeind“ die heutige Sackgasse Europas vorhersah
Im Jahr 2015 nannte das deutsche linksliberale Magazin Der Spiegel den lettischen Regisseur Alvis Hermanis einen „Volksfeind“ (Ein Volksfeind). Sein Verbrechen? Die Weigerung zu schweigen und sich der Diktatur der politischen Korrektheit zu unterwerfen, zu einer Zeit, als Deutschland und ganz Westeuropa in der Blindheit der Selbstzerstörung die Tore für unkontrollierte Masseneinwanderung öffneten.
Heute, das heißt in der zweiten Hälfte des Jahres 2026, nach mehr als 15 Jahren, sind Hermanis damalige Warnungen zu einer harten Alltagsrealität auf den Straßen Europas geworden – unkontrollierte muslimische Massen dominieren in vielen europäischen Städten.
Der Fall dient nach wie vor als hervorragendes und erschreckendes Beispiel dafür, wie die westliche politische Elite und die sie bedienende Medienmaschinerie arbeiten. Es ist ein ernstes Warnsignal für die gesamte Gesellschaft.
In der deutschen Kulturkritik werden Höbel und seinesgleichen als „Neomarxisten“ oder linke Liberale (sogenannte Woke-Intellektuelle) charakterisiert. Höbel hat nicht als einsamer Kämpfer agiert – seine Artikel haben stets perfekt den gemeinsamen Kurs von Der Spiegel und der deutschen Kulturelite mit einer gut ausgearbeiteten Methodik widergespiegelt. In seiner Karriere gibt es eine Reihe von Artikeln, in denen diese Verfahren angewendet werden. Ihn als klassischen Kommunisten zu bezeichnen, wenn von der Macht des Proletariats die Rede war, ist unbegründet. Der westliche Neomarxismus und der linke Liberalismus konzentrieren sich auf kulturelle Hegemonie. Das heißt, Kontrollmechanismen (Cancel Culture, öffentliche Schande) richten sich gegen jene Individuen, die solchen „richtigen“ Themen wie Masseneinwanderung, Globalismus und Geschlechterpolitik nicht zustimmen. Sie selbst betrachten sich als „progressive Humanisten“, doch die von ihnen angewandten Methoden (Marginalisierung Andersdenkender, Verfolgung, Etikettierung) erinnern an Verfahren totalitärer Regime.
Die der Macht dienenden „Taschenmedien“ und die Diktatur der „richtigen Meinung“
Als die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel 2015 ihren berühmten Slogan „Wir schaffen das“ verkündete, hörten die großen westlichen Medien sofort auf, als unabhängige Informationsquellen zu fungieren. Sie verwandelten sich in Instrumente reiner Propaganda, die eine künstliche Psychose der „Flüchtlingsbegeisterung“ (Willkommenskultur) aufrechterhielten.
Jede rationale Kritik, Sorgen um Sicherheit oder wirtschaftliche Begründung wurden brutal zum Schweigen gebracht. Journalisten, deren unmittelbare Aufgabe es wäre, zu erklären, zu analysieren, der Macht unbequeme Fragen zu stellen, übernahmen stattdessen die Rolle ideologischer Wächter. Jeder, der es wagte, auf die Realität hinzuweisen, wurde augenblicklich marginalisiert, zum „Faschisten“, „Xenophoben“, Kreml-Agenten, staatlich nicht denkenden, psychisch ungesunden Menschen oder – im Fall von Hermanis – zum „Volksfeind“ erklärt. Die Methodik und das Arsenal der Etikettierung sind bei den Linken perfekt ausgearbeitet.
Der Verweis auf Henrik Ibsens Stück im Der-Spiegel-Artikel war ein zynischer Versuch, öffentlichen Druck auszuüben und den widerspenstigen lettischen Regisseur aus dem europäischen Kulturkreis auszuschließen. Es war eine klassische Lehrstunde der „Cancel Culture“, noch bevor dieser Begriff populär wurde.
Falsche Flüchtlinge und Ausbeutung des Sozialsystems
Das Hauptziel der Kritik von Hermanis und anderen, die den gesunden Menschenverstand nicht verloren hatten, war die naive und verantwortungslose Haltung des Westens gegenüber denen, die die europäischen Grenzen überquerten. Unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe wurden nach Europa Millionen nicht echter Kriegsflüchtlinge, sondern illegaler Wirtschaftsmigranten hereingezogen. Die herrschende Elite, die versprach, dass diese Menschen „die europäische Wirtschaft retten“ und „den Mangel an Arbeitskräften auffüllen“ würden, fügte sich sanft auch in das internationale Geschäft mit Menschenschmuggel ein.
Die Realität erwies sich als diametral entgegengesetzt:
Sozialtourismus: Die riesige Migrantenmasse begab sich gezielt in Länder mit den großzügigsten Sozialsystemen (Deutschland, Schweden). Statt sich zu integrieren und zu arbeiten, richtete sich ein großer Teil bequem auf Kosten der einheimischen Steuerzahler ein.
Überlastung des Systems: Die europäischen Sozialhaushalte, medizinischen und Bildungssysteme wurden und werden weiterhin überlastet, indem Menschen finanziert werden, die keinerlei Wunsch haben, ihren Beitrag zum Wohlstand dieser Länder zu leisten.
Parallele Gesellschaften: Statt Arbeit und Integration sind in den westlichen Großstädten Ghettos und parallele Gesellschaften entstanden, in denen eigene Gesetze herrschen. Dort können die örtliche Polizei und die Staatsgewalt die Lage nicht mehr kontrollieren.
Selbstzerstörung der westlichen Zivilisation
Der Konflikt von Alvis Hermanis mit dem Hamburger Thalia Theater und der deutschen Intelligenz war nicht nur ein Streit um Theaterkunst oder Politik. Es war und ist nach wie vor eine Frage der zivilisatorischen Selbstachtung. Die westliche Welt, die ihre christlichen, ethischen und rationalen Wurzeln verraten hat, hat sie durch einen selbstmörderischen Pseudohumanismus ersetzt und greift jeden an, der diesem kollektiven Suizid widerspricht.
Die Kulturelite, die historisch die Stimme der gesellschaftlichen Wachsamkeit gewesen ist, ist im Westen zum billigen Mitläufer des zerstörerischen Systems geworden. Theater, Universitäten und Kunsträume sind in Indoktrinationslager linker Ideologie verwandelt worden, in denen kritisches Denken verboten ist.
Die Prüfung der Zeit: Wem hat sich recht gegeben?
Aus heutiger Perspektive ist völlig klar – Alvis Hermanis hat in diesem intellektuellen und moralischen Kampf gewonnen. Alles, wovor er 2015 warnte – von der dramatischen Verschlechterung der Sicherheitslage in europäischen Städten bis zum unvermeidlichen Zusammenbruch der Sozialsysteme und der Spaltung der Gesellschaft – ist leider eingetreten.
Die 2015 von Alvis Hermanis geäußerten Warnungen sind im heutigen Kontext als prophetisch zu bewerten. Heute sind sogar Teile derselben Politiker und Medien, die Hermanis damals angriffen, gezwungen, stillschweigend zuzugeben, dass die Migrationspolitik einen vollständigen Zusammenbruch erlitten hat. Viele von ihnen tun einfach so, als sei nichts dergleichen gesagt oder geschehen.
Doch die Geschichte des „Volksfeinds“ wird in der Geschichte als Erinnerung des kollektiven Gedächtnisses daran bleiben, wie teuer es kostet, die Wahrheit zu sagen, wenn Lügen zur Staatspolitik geworden sind.
Während die Medien die inklusive Vielfalt preisen und von den so erwarteten Ärzten, Ingenieuren, Pianisten und anderen Intellektuellen erzählen, zeigen die sozialen Netzwerke ein ganz gegenteiliges Bild von Gewalt, völliger Dekadenz, Chaos und Anarchie. Nicht umsonst sprechen EU-Kommissare verschiedener Ebenen (welch teuflische Namensübereinstimmung von Machtpersonen mit den 30er Jahren der UdSSR (!)), Emissäre und andere Vertreter der Macht zunehmend von strengerer Kontrolle oder Einschränkung bzw. Verbot von Social-Media-Plattformen und verbergen sich heuchlerisch und lügnerisch hinter Humanitätsprinzipien, Kinderrechten und anderen gut ausgearbeiteten Verfahren.
Kapitulation des Sozialsystems: Zahlen, die die Elite zu verbergen versuchte
Als Alvis Hermanis über Einwanderung in die Sozialsysteme sprach, nannten linke Medien das einen „Mythos“. Heute zeigt die offizielle Statistik Deutschlands eine völlig andere Realität. Das großzügige deutsche System der Arbeitslosen- und Sozialleistungen, das nun als Bürgergeld bekannt ist, hat eine massive strukturelle Verschiebung erfahren.
Millionen Leistungsempfänger: Offizielle Daten belegen, dass in Deutschland mehr als 2,5 Millionen Ausländer Sozialleistungen beziehen. Davon sind etwa 1,83 Millionen im erwerbsfähigen Alter, arbeiten jedoch aus verschiedenen Gründen nicht und leben von Steuergeldern.
Migrationshintergrund dominiert: Insgesamt haben mehr als 55 % aller langfristigen Leistungsempfänger in Deutschland einen Migrationshintergrund. In einem Land, in dem die einheimische Bevölkerung nach wie vor eine überzeugende Mehrheit bildet, ist eine solche Disproportion ein klarer Beweis dafür, dass humanitäre Hilfe sich in massiven wirtschaftlichen Sozialtourismus verwandelt hat.
Zusammenbruch des Systems: Die Belastung durch Leistungen ist so unerträglich geworden, dass selbst die deutsche Regierung gezwungen war, eine Einigung über eine radikale Verschärfung der Regeln zu erzielen und faktisch eine Reform und Umbenennung des Leistungssystems (Grundsicherungsgeld) zu planen, weil das bisherige liberale Modell die Staatskasse erschöpft hat.
Diese Zahlen zerstören den von Politikern aufrechterhaltenen Mythos von den „Wirtschaftsrettern“ aus afrikanischen Stämmen und Dschihadisten-Kampfcamps. Europa hat keine hochqualifizierten Fachkräfte gewonnen, sondern eine enorme soziale Last, die derzeit die einheimischen Steuerzahler auf ihren Schultern tragen.
Sicherheitskrise und „No-Go“-Zonen: Realität auf den Straßen Europas
Das zweite große Tabu, gegen das Hermanis einst vorging, waren Sicherheitsrisiken und kulturelle Unvereinbarkeit. Die öffentliche Ordnung in westeuropäischen Großstädten hat sich unumkehrbar verändert, und selbst die Behörden können das nicht mehr verschweigen.
Parallele Gesetze und Ghettos: In Hamburg, Berlin, Paris und anderen Metropolen haben sich massive parallele Gesellschaften gebildet. Diese Gebiete, die als „No-Go“-Zonen bezeichnet werden, werden nicht von staatlichen Gesetzen, sondern von Clanstrukturen und religiösem Radikalismus kontrolliert. Die örtliche Polizei kann oder wagt es in diesen Vierteln oft nicht, hinzufahren und Ordnung aufrechtzuerhalten.
Nicht stattfindende Abschiebung: Trotz lauter Versprechen der Politiker, die Abschiebungen zu verstärken, ist die tatsächliche Zahl der Abschiebungen im Vergleich zum Zustrom illegaler Migranten nach wie vor geringfügig. Rechtliche Schlupflöcher, lautstarke und skandalliebende, aber großzügig finanzierte sogenannte Nichtregierungsorganisationen, die der Macht dienen, und der Druck der von linker Ideologie erfassten Medien ermöglichen es Hunderttausenden von Menschen, deren Asylanträge abgelehnt wurden, jahrelang illegal auf europäischem Territorium zu bleiben und Leistungen zu beziehen.
Bezahlkarten als Verzweiflungsschritt: Die Lage wurde so unkontrollierbar, dass die deutschen Bundesländer gezwungen waren, besondere Bezahlkarten für Flüchtlinge (Bezahlkarte) einzuführen und die Bargeldabhebung zu beschränken (an vielen Orten auf nur 50 Euro im Monat). Das geschah mit einem Ziel – den Abfluss von Staatsgeldern in die Herkunftsländer der Migranten zu stoppen und die Attraktivität Deutschlands als „Leistungsparadies“ zu verringern. Doch die Lage gerät allmählich außer Kontrolle.
Was tut die schöpferische Intelligenz, die gewöhnlich Verstand und Gewissen jeder Nation ist? Unter totalitären Bedingungen schweigen diese Kreise im besten Fall zur Selbstbewahrung in der Hoffnung, dass es sie nicht treffen wird; im schlechten Fall kann man Konformismus in seiner abstoßendsten Gestalt beobachten.
Hysterie der Kulturelite: Verrat der Theaterleitungen und Kollegen
Die Ankündigung von Alvis Hermanis, die Zusammenarbeit mit dem Hamburger Thalia Theater zu beenden, löste in der deutschen Kulturelite eine echte Hysterie aus und eröffnete ein öffentliches Lynchgericht. Das Theatermilieu, das sich im Westen als „letzte Bastion des freien Denkens“ positioniert, verwandelte sich augenblicklich in ein ideologisches Kameradengericht, das Abweichungen von der offiziellen politischen Linie nicht verzeiht.
Heuchelei der Theaterleitung: Der Intendant des Hamburger Thalia Theaters Joachim Lux erklärte in einem offenen Brief, er sei „tief erschüttert“, und beeilte sich, sich öffentlich von Hermanis Ansichten zu distanzieren.
Die Theaterleitung erklärte öffentlich, ihre Einrichtung unterstütze aktiv Flüchtlinge und leiste ihnen humanitäre Hilfe, daher sei Hermanis Position mit den Werten des Theaters „unvereinbar“. Statt die Rechte des Künstlers auf eine Meinung zu verteidigen, wählte die Leitung es, abstoßend schmeichlerisch und niedrig der politischen Elite zu gefallen.
Kollektive Verurteilung: In den deutschen Theaterkreisen begann ein Wettbewerb, wer den lettischen Regisseur lauter verurteilen würde. Kollegen, Schauspieler und Regisseure, die noch kürzlich Hermanis Talent bewundert und ihn zur Inszenierung von Aufführungen eingeladen hatten, nannten ihn plötzlich öffentlich einen „Reaktionär“ und „Rechtsradikalen“.
Die Kunstwelt demonstrierte absoluten verräterischen Konformismus – die Angst, mit der „falschen Meinung“ assoziiert zu werden, war größer als jede Kollegialität oder künstlerische Solidarität.
Weg zur vollständigen „Auslöschung“: Die Reaktion beschränkte sich nicht nur auf Hamburg. Führende deutsche Theaterkritiker und Kulturpublikationen entfalteten eine gezielte Kampagne, um Hermanis in der gesamten deutschsprachigen Kulturwelt zur persona non grata zu machen. Dieser Fall wurde zu einem unmissverständlichen Signal an alle übrigen westlichen Künstler: Wenn du die Masseneinwanderung und die linksliberale Agenda nicht unterstützt, wird deine Karriere in Westeuropa vernichtet.
Der neue Totalitarismus: Demontage der Grundfreiheiten unter dem Deckmantel des Humanismus
Die „Cancel“- Kampagne gegen Alvis Hermanis war kein zufälliger Vorfall oder emotionales Missverständnis – sie war ein Vorbote einer neuen, weit gefährlicheren Tendenz, die heute den westlichen Kulturraum vollständig erfasst hat. Die westliche Zivilisation, die jahrhundertelang auf Meinungsfreiheit, das Recht auf abweichende Meinung und Pluralismus stolz war, gleitet derzeit rasch in Richtung eines neuen Totalitarismus. Die Besonderheit dieses neuen Totalitarismus besteht darin, dass er nicht mit Panzern oder militärischer Diktatur eingeführt wird. Er wird über kulturelle, akademische und Medieninstitutionen aufgezwungen, indem scheinbar edle Losungen verwendet werden – „Inklusion“, „Vielfalt“, „Toleranz“ und „soziale Gerechtigkeit“. Doch hinter diesen schönen Worten verbirgt sich ein brutaler Mechanismus, der systematisch die Grundfreiheiten der Demokratie zerstört.
Monopolisierung der Meinungen: Jede Diskussion über fundamentale gesellschaftliche Fragen – sei es Migration, nationale Identität oder traditionelle Werte – ist durch eine einzige „richtige“ ideologische Linie ersetzt worden. Kritisches Denken wird mit „Hassrede“ gleichgesetzt, und jeder Versuch, Entscheidungen der Elite in Frage zu stellen, wird kriminalisiert oder administrativ bestraft.
Angst und Selbstzensur: Der größte Erfolg des neuen Totalitarismus sind die in der Gesellschaft gesäten Ängste. Künstler, Wissenschaftler und Journalisten im Westen betreiben heute massenhafte Selbstzensur.
Sie schweigen nicht, weil sie der herrschenden Politik zustimmen, sondern weil sie Angst haben, Arbeit, Finanzierung, sozialen Status zu verlieren und in den Medien öffentlich vernichtet zu werden, genau wie einst Hermanis.
Unter einer ähnlichen moralischen Last steht auch die Beamtenschaft.
Degradation von Kunst und Bildung: Wenn Ideologie wichtiger wird als Talent und Wahrheit, beginnt die Kultur zu verfaulen. Westliche Theater und das Kino beschäftigen sich nicht mehr mit tiefer Analyse der menschlichen Seele oder gesellschaftlicher Probleme – sie sind zu Sprachrohren politischer Agitation geworden, in denen Figuren nach ideologischen Quoten und nicht nach künstlerischer Notwendigkeit ausgewählt werden.
Nicht umsonst ist in jedem Film, jeder Aufführung oder jedem Kunstwerk zur Gefälligkeit der dominierenden Ideologie eine Demonstration dieser neuen Vielfalt nötig – Mischehen oder gleichgeschlechtliche Beziehungen, Leugnung der Religion usw. oder irgendwelche anderen Beispiele der Anpassung historischer Ereignisse.
Es gilt, den lettischen Anwalt Andris Grūtups zu zitieren: Wenn man die Absurdität einer Sache beweisen will, muss man sie zur Farce treiben.
Solche Beispiele einer Farce gibt es bereits.
Es gibt einen öffentlichen Vorfall, der in den sozialen Netzwerken breit erklang.
Auf den Filmfestspielen von Venedig auf der Pressekonferenz des historischen Dramas aus dem 18. Jahrhundert „Das gelobte Land“ (The Promised Land / dänisch: Bastarden):
Frage eines Journalisten: Ein dänischer Journalist wandte sich an den Regisseur des Films Nikolaj Arcel und den berühmten dänischen Schauspieler Mads Mikkelsen und wies darauf hin, dass dies eine dänische Produktion sei, deren Schauspielerensemble „vollständig nordisch“ sei, weshalb ein „Mangel an Vielfalt“ festzustellen sei.
Er fragte besorgt, ob sich die Filmemacher nicht Sorgen machten, dass der Film wegen dieser „Homogenität“ nicht für den Oscar qualifizieren könne (weil in Hollywood neue Vielfalt- und Inklusionsregeln in Kraft getreten seien).
Reaktion von Mads Mikkelsen: Mikkelsen unterbrach den Journalisten buchstäblich mitten im Satz, riss ungläubig die Augen auf, begann laut zu lachen und fragte scharf: „Was? … Meinst du das ernst?“ Als der Journalist versuchte, die Hollywood-Regeln weiter zu erklären, setzte Mikkelsen ihn zurecht und sagte: „Du bringst uns gerade in eine unangenehme Lage, also antworte selbst – machst du dir darüber Sorgen?“
In den sozialen Netzwerken hat sich diese Episode in eine Frage über „Wikinger“ verwandelt. Die Geschichte im Internet (X, TikTok und Facebook) erlangte schnell Legendenstatus und wird mit einem anderen aktuellen Thema verbunden – dem realen Skandal um die Netflix-Serie „Vikings: Valhalla“. Darin hatten die Serienmacher tatsächlich, um sich modernen Anforderungen anzupassen, für den Herrscher der Wikingerstadt Kattegat (der in der Geschichte der weiße Mann Hakon Sigurdsson war) eine schwarze Schauspielerin gewählt, was enorme gesellschaftliche Unverständnisse und Diskussionen über Geschichtsumschreibung auslöste. Der Cocktail dieser beiden Ereignisse in den sozialen Netzwerken schafft faktisch ein einzigartiges Narrativ – über den „dummen Reporter, der die Möglichkeit hat, sich als Journalist auszugeben, der im historischen europäischen Kontext moderne Political-Correctness-Quoten verlangt“.
Die Reaktion von Mads Mikkelsen in Venedig wurde zum Symbol des Widerstands des gesunden Menschenverstandes gegen diesen ideologischen Druck. Man kann prognostizieren, dass dem Film jenseits des Ozeans nichts „blüht“, weil das Dänemark des 18. Jahrhunderts ohne Neger und arabische Jünglinge in der Wahrnehmung linker Gesellschaften ausgemerzt ist.
Westeuropa zahlt derzeit einen furchtbaren Preis für seinen Hochmut und die Unwilligkeit, auf Warnungen zu hören, die ihm rechtzeitig Menschen aus Osteuropa ausgesprochen haben – jene, die reale historische Erfahrung mit totalitären Regimen und Propagandamaschinen haben. Osteuropa hat die kommunistische Diktatur der Sowjetunion und ihre Kampagnen der Verfolgung und Unterdrückung von „Volksfeinden“ erlebt, daher erkennen wir dieselben Symptome in der heutigen Rhetorik Brüssels oder Berlins allzu gut. Der Fall Alvis Hermanis ist eine gründliche Warnung davor, dass man die selbstmörderischen Modelle des Westens nicht blind und unkritisch übernehmen darf.
Nationalstaat, strenge Grenzkontrolle, Meinungsfreiheit und das Recht, die eigene kulturelle Identität zu verteidigen, sind kein „veralteter Nationalismus“ – sie sind die einzigen Voraussetzungen für das Überleben jedes Volkes und Staates in diesem Europa der Wirren.
Die Geschichte hat bereits bewiesen, wer 2015 recht hatte. Nun ist die Frage nur, ob der europäischen Gesellschaft Mut und Kraft reichen werden, diesen kollektiven Wahnsinn zu stoppen.
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