Andreas Nöhrer
Andreas Nöhrer
- Geburt:
- 21.10.1970
- Tot:
- 13.05.2026
- Kategorien:
- Fußballspieler
- Friedhof:
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In Memoriam – Andreas „Andi“ Nöhrer
21. Oktober 1970 – 13. Mai 2026
Wohnort: Lichtenwald
Er war als langjähriger Obmann-Stellvertreter und Funktionär bekannt.
In tiefer Trauer und mit höchstem Respekt nehmen wir Abschied von Andreas „Andi“ Nöhrer, einem außergewöhnlichen Menschen, der am 13. Mai 2026 im Alter von 55 Jahren viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde.
Sein Schicksal berührt zutiefst: Ein tragischer Arbeitsunfall trennte ihn nur wenige Jahre vor dem wohlverdienten Ruhestand von seiner Zukunft. Doch was er der Nachwelt hinterlässt, ist ein bleibendes Fundament aus harter Arbeit und unerschütterlicher Gemeinschaft. Wir würdigen ein großes Leben, das in zweierlei Hinsicht von unschätzbarem Wert war: Der unermüdliche Schwerarbeiter im Tiefbau Andreas Nöhrer stand im härtesten Berufsfeld unserer Gesellschaft seinen Mann. Als Tiefbauarbeiter verrichtete er tagtäglich körperliche Schwerstarbeit unter extremen Bedingungen. Seine Intelligenz lag hier im Praktischen und Organisatorischen. Er besaß die Fähigkeit, hochkomplexe Baustellen im Kopf zu strukturieren, Gefahren intuitiv einzuschätzen und unter hohem physischen und zeitlichen Druck schnelle, lösungsorientierte Entscheidungen zu treffen. Dass er trotz dieser jahrzehntelangen, kräftezehrenden Belastung bis zu seinem letzten Tag voll im Erwerbsleben stand, zeugt von einem Pflichtbewusstsein und einer Arbeitsmoral, die in der heutigen Zeit ihresgleichen suchen. Der großartige Mannschaftsmann und Funktionär Seine zweite große Lebenssäule gehörte dem Amateurfußball. Über 46 Jahre hinweg – vom Jugendspieler im Jahr 1980 bis zum stellvertretenden Obmann – war er das Herz und die Seele des TUS Bad Waltersdorf. Hier bewies er eine außergewöhnliche emotionale und interpersonelle Intelligenz. Andi Nöhrer verstand es wie kaum ein anderer, Menschen zusammenzubringen, Generationen zu vereinen und einen Verein durch diplomatisches Geschick, tiefes Einfühlungsvermögen und unbändige Leidenschaft bis in die Landesliga zu führen. Er schuf keine Schriften, aber er baute lebendige Strukturen für die Jugend und die Region. Ein bleibender Nachlass Auch wenn er kurz vor der Pension stand und ihm die Jahre des Ausruhens ungerechterweise verwehrt blieben, hat er etwas Bleibendes geschaffen. Sein Nachlass ist unvergänglich in den Herzen der Menschen und im Fundament seiner Heimatgemeinde verankert. Er hat das Leben Hunderter junger Sportler geprägt und Werte wie Zusammenhalt, Loyalität und Kameradschaft vorgelebt. Die Trauer einer ganzen Region Sein plötzliches Ableben hinterlässt eine riesige, schmerzhafte Lücke. Ein ganzes Bundesland, die gesamte steirische Fußballfamilie, unzählige Arbeitskollegen, Freunde, Wegbegleiter und allen voran seine Familie trauern um einen aufrechten, klugen und zutiefst geschätzten Mitmenschen.
"Andi, dein Wirken bleibt. In Dankbarkeit und ewigem, ehrenden Gedenken" Peter Krug
Im Lichtenwald, wo Morgennebel wie weiße Schwäne niederziehn, da schweigt ein Platz, der einst von Andi mit kräft’gen Schritten war durchziehn. Ein Mann, der Erde, Stein und Stahl mit bloßen Händen zäh bezwang, der Tag für Tag im Tiefbau stand und trug, was kaum ein Mensch mehr kann.
Er kannte Gruben, Last und Wetter, den Druck der Zeit, den Ruf der Pflicht. Er sah Gefahren, eh sie kamen, und wich dem Dunkel doch nicht. Ein Schwerarbeiter seines Standes, ein Fels, der niemals niederfiel, ein Herz, das selbst im härtesten Lärm noch ruhig schlug – aus reinem Will’.
Doch Andi war nicht nur der Arbeiter, der schweigend seine Kräfte gab. Er war ein Mann des Spiels, des Miteinanders, ein Freund, ein Bruder bis ins Grab. Seit ’80 trug er grün und weiß, den TUS im Herzen, Jahr für Jahr, ein Mannschaftsmann, der Menschen band, der Brücken baute – wunderbar.
Er führte Jugend, Alte, Spieler, mit warmem Blick, mit klarem Sinn. Er sprach nicht laut, doch seine Worte trugen weit und führten hin. Ein Stellvertreter, doch im Wesen ein Obmann, wie man selten sieht: Er hielt den Laden, hielt die Seelen, wenn andern längst die Kraft entflieht.
Dann kam der Schlag, so hart, so plötzlich, ein Unfall riss ihn aus der Bahn. Nur wenige Jahre vor der Ruhe verlosch sein Weg, sein Lebensplan. Die Pension, die er verdient, blieb ihm versagt – ein bitter’ Los. Und doch: Was bleibt, ist groß und leuchtend, sein Werk, sein Geist, sein Menschsein groß.
Nun steht ein Schwan am stillen Teiche, sein Hals gesenkt, die Flügel schwer. Er sucht den Freund, der nicht mehr wieder die Wege kreuzt, die er einst ehr’. Die Steiermark hält Atem an, ein ganzes Land verneigt sich sacht. Denn Andis Name klingt wie Echo aus Kameradschaft, Herz und Macht.
Die Jugend, die er einst geführt, sie trägt sein Feuer weiter fort. Die Freunde, die er stark gemacht, sie hüten seinen guten Ort. Und wer am Spielfeldrand nun steht, spürt leise, wie ein Windzug weht – als würd’ er sagen: „Bleibt beisamm’, haltet zusammen, wie’s Andi geht.“
So ruht er nun im Lichtenwald, wo Schwäne über Wasser ziehn. Doch in den Herzen seiner Leute wird er für alle Zeiten blühn.
„Andi, dein Wirken bleibt.“ In Dankbarkeit und ehrendem Gedenken Peter Krug
" Er war ein Fels und ist doch zerronnen wie Wasser."
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