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Georg von Küchler

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Geburt:
30.05.1881
Tot:
25.05.1968
Zusätzliche namen:
Georg von Küchler
Kategorien:
General, Kriegsverbrecher, Teilnehmer des Ersten Weltkriegs, Teilnehmer des Zweiten Weltkriegs
Nationalitäten:
 deutsche
Friedhof:
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Georg von Küchler (* 30. Mai 1881 auf Schloss Philippsruhe bei Hanau; † 25. Mai 1968 in Garmisch-Partenkirchen) war ein deutscher Heeresoffizier (ab 1942 Generalfeldmarschall) und während des Zweiten Weltkrieges Oberbefehlshaber von Armeen und Heeresgruppen sowie Ehrenritter des Johanniterordens.

Er wurde im April 1949 in Nürnberg im OKW-Prozess wegen Kriegsverbrechen zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt und 1953 vorzeitig entlassen.

Kaiserreich und Erster Weltkrieg

Der Sohn eines großherzoglichen hessischen Oberst, Flügeladjutanten und Hofmarschalls trat nach dem Abitur am Ludwig-Georg-Gymnasium in Darmstadt im Jahr 1900 in das 1. Großherzoglich-hessische Feld-Artillerie-Regiment 25 ein. 1901 wurde er zum Leutnant befördert und nach einem mehrjährigen Dienst an der Militär-Reitschule in Hannover wurde Küchler 1910 zum Oberleutnant ernannt.

Anfang 1914, nach dem Besuch der Kriegsakademie, wurde Küchler in den Großen Generalstab nach Berlin versetzt.

Im Ersten Weltkrieg wurde Küchler als Batteriechef eingesetzt, u. a. mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet und zum Hauptmann befördert. Später wurde er in den Generalstab versetzt und zum Kriegsende hin als Erster Generalstabsoffizier (Ia) der 206. Infanterie-Division sowie der 9. Reserve-Infanterie-Division eingesetzt.

Weimarer Republik

Nachdem der Krieg im Westen zu Ende gegangen war, wurde Küchler Generalstabsoffizier der Brigade „Kurland“ und nahm in dieser Funktion an den aufkommenden Kämpfen im Baltikum teil.

In der neuen Reichswehr wurde Küchler zum I. Armeekorps versetzt. Nach einer anschließenden kurzen Tätigkeit in der Heeresausbildungsabteilung des Reichswehrministeriums im Jahr 1920 folgten für Küchler verschiedene Verwendungen im Bereich der Ausbildung bis in die 1930er Jahre hinein. In dieser Zeit wurde er 1923 zum Major, 1929 zum Oberstleutnant und schließlich 1931 zum Oberst befördert.

Am 1. Oktober 1932 wurde Küchler zum Artillerieführer I in Ostpreußen ernannt.

Zeit des Nationalsozialismus Vorkriegszeit

Nach der Beförderung zum Generalmajor am 1. April 1934 wurde er im Jahr darauf zum Inspekteur der Kriegsschulen ernannt. Am 1. Dezember 1935 (inzwischen war aus der Reichswehr die Wehrmacht geworden) wurde er zum Generalleutnant befördert. Im Rahmen der Aufrüstung der Wehrmacht bzw. der Kriegsvorbereitungen gab es bis zum Kriegsbeginn zahlreiche Beförderungen. Bevor er am 1. April 1937 als General der Artillerie zum Kommandierenden General des I. Armeekorps ernannt wurde, war Küchler ein halbes Jahr lang stellvertretender Präsident des Reichskriegsgerichts. Das I. Armeekorps hatte seinen Sitz in Königsberg (Ostpreußen).

Im März 1939 betraten deutsche Soldaten unter Küchlers Befehl erstmals nach Ende des Ersten Weltkriegs das Memelland, nachdem dieses im Rahmen eines Deutsch-Litauischen Staatsvertrags an das Deutsche Reich gefallen war.

Zweiter Weltkrieg

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Küchler Oberbefehlshaber der 3. Armee. Für die erfolgreiche Führung seiner Truppen erhielt er das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Nachdem Küchler für den am 22. September 1939 vor Warschau gefallenen ehemaligen Oberbefehlshaber des Heeres, Werner Freiherr von Fritsch, eine Trauerfeier angeordnet und bei dieser Gelegenheit kritische Worte zu den Umständen, unter denen Fritsch seinen damaligen Posten verloren hatte, geäußert hatte, wurde er umgehend seines Amtes enthoben. Auf Intervention Walther von Brauchitschs wurde er jedoch bald darauf mit dem Kommando über die 18. Armee betraut.

Im Westfeldzug besetzten Küchlers Truppen die Niederlande; am 19. Juli 1940 wurde er zum Generaloberst befördert. Küchler, der über die Verbrechen gegen die Menschlichkeit im besetzten Polen genauestens unterrichtet war, schrieb am 20. August 1940 im Kriegstagebuch:

„Ich betone die Notwendigkeit, dafür Sorge zu tragen, daß sich alle Soldaten der Armee, besonders die Offiziere, jeder Kritik an dem im Generalgouvernement durchgeführten Kampf mit der Bevölkerung, z. B. der Behandlung der polnischen Minderheiten, der Juden und kirchlicher Angelegenheiten, enthalten. Die völkische Endlösung dieses Volkskampfes, der an der Ostgrenze seit Jahrhunderten tobt, verlangt besonders strenge Maßnahmen.“

Am 22. Juni 1941 sagte er in seinem Stab, der eben begonnene Feldzug sei nicht die bloße Fortsetzung eines Kampfes zwischen Germanentum und Slawentum; vielmehr stünde nun der Kampf zwischen zwei Weltanschauungen, dem Nationalismus [sic] und dem Bolschewismus, bevor.

Auch im Krieg gegen die Sowjetunion 1941–1945 befehligte Küchler die 18. Armee, die im Verband der Heeresgruppe Nord eingesetzt war. Nach dem Rücktritt von Generalfeldmarschall Ritter von Leeb als Oberbefehlshaber bekam Küchler am 17. Januar 1942 das Kommando über die Heeresgruppe Nord und übernahm damit die Verantwortung für die Belagerung von Leningrad.

Den Kommissarbefehl begrüßte Küchler ausdrücklich:

„Wenn bekannt wird, daß wir die politischen Kommissare und G.P.U.-Leute sofort vor ein Feldgericht stellen u. aburteilen, so ist zu hoffen, daß sich die russ. Truppe u. die Bevölkerung selbst von dieser Knechtschaft befreien. Wir wollen das Mittel jedenfalls anwenden. Es spart uns deutsches Blut u. wir kommen schnell voran.“

Am 26. Dezember 1941 stellte oder unterstützte Küchler einen Antrag des XXVIII. Armeekorps, wegen Seuchengefahr etwa 230 Patientinnen einer Anstalt im ehemaligen Kloster Makarevskaja Pustin durch Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD töten zu lassen. Im Nürnberger Generalsprozess bestritt er dies und sprach von einem Irrtum. Im ähnlichen Makarevskaja-Fall bei dem etwa 1200 Patienten (Irre) einer großen psychiatrischen Anstalt im November 1941 zur Tötung an die Einsatzgruppen übergeben wurden, ergaben spätere Forschungen seine Mitverantwortung.

Am 30. Juni 1942 erfolgte Küchlers Ernennung zum Generalfeldmarschall. Am 21. August 1943 erhielt er das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Nach etwas mehr als zwei Jahren auf dem Posten des Oberbefehlshabers der Heeresgruppe Nord wurde er (nach einer Meinungsverschiedenheit mit Hitler) am 29. Januar 1944 von Hitler seines Kommandos enthoben. Um diese Zeit gelangen der Roten Armee Fortschritte an der Leningrader Front.

Bis Kriegsende wurde Küchler nicht mehr eingesetzt.

Nachkriegszeit

Küchler gehörte 1946 und 1947 der Operational History (German) Section der Historical Division der US Army an. In seiner Weisung vom 7. März 1947 für die in seinem Bereich des Lagers Garmisch zu schreibenden Erfahrungsberichte und Abhandlungen sollte als Grundsatz gelten, dass die Darstellung historischer Wahrheit mit dem Lob auf das eigene Heer zu verbinden sei:

„Es werden die deutschen Taten vom deutschen Standpunkt gesehen, festgelegt und dadurch unseren Truppen ein Denkmal gesetzt […] Die Leistungen unserer Truppen sind gebührend zu würdigen und herauszustellen. Die Wahrheit darf hierdurch natürlich nicht mißachtet werden.“

Die Mitarbeit dort schützte ihn jedoch nicht wie erhofft vor Strafverfolgung. Als Angeklagter im Prozess gegen das Oberkommando der Wehrmacht wurde Küchler am 14. April 1949 zu 20 Jahren Haft verurteilt. Die Haftzeit wurde auf 12 Jahre herabgesetzt; 1953 wurde Küchler aus dem Kriegsverbrechergefängnis Landsberg entlassen.

Georg von Küchler wurde auf dem Alten Friedhof in Darmstadt bestattet (Grabstelle: I H 29).

Auszeichnungen (Auswahl)

  • Eisernes Kreuz II. Klasse, 20. November 1914
  • Eisernes Kreuz I. Klasse, 8. Januar 1915
  • Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern, 11. Juli 1917
  • Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, 30. September 1939
  • Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, 21. August 1943.

 

Ursache: wikipedia.org

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        01.09.1939 | Invasion of Poland

        The Invasion of Poland, also known as the September Campaign or 1939 Defensive War (Polish: Kampania wrześniowa or Wojna obronna 1939 roku) in Poland and the Poland Campaign (German: Polenfeldzug) or Fall Weiß (Case White) in Germany, was an invasion of Poland by Germany, the Soviet Union, and a small Slovak contingent that marked the beginning of World War II in Europe. The German invasion began on 1 September 1939, one week after the signing of the Molotov–Ribbentrop Pact, while the Soviet invasion commenced on 17 September following the Molotov-Tōgō agreement which terminated the Russian and Japanese hostilities (Nomonhan incident) in the east on 16 September. The campaign ended on 6 October with Germany and the Soviet Union dividing and annexing the whole of Poland.

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        01.09.1939 | Schlacht von Mława

        Die Schlacht bei Mława, auch bekannt als Verteidigung der Mława-Stellung war eine der ersten Schlachten des Polenfeldzugs und somit auch des Zweiten Weltkrieges im Allgemeinen. Die Schlacht fand zwischen dem 1. und 3. September 1939 nördlich der nordpolnischen Stadt Mława statt. Die Kontrahenten waren die 3. Armee der deutschen Wehrmacht unter dem Befehl von General der Artillerie Georg von Küchler und die polnische Modlin-Armee unter General Emil Krukowicz-Przedrzymirski.

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        06.09.1939 | Kampania wrześniowa: bitwa pod Pułtuskiem

        Bitwa pod Pułtuskiem miała miejsce w dniach 6-7 września 1939 roku podczas kampanii wrześniowej.

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        22.06.1941 | Operation Barbarossa

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        09.05.1945 | 2. Pasaules kara beigas Eiropā

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